Norderstedt

Traumjob Radverkehrs-LobbyistIn

Wieder ein Traumjob, den der ADFC zu vergeben hat (siehe PmS 1/2009 „Traumjob TourenleiterIn“). RadfahrerInnen sollten sich einmischen und beschweren, statt still zu leiden. Ob Politik, Gemeinde, Kreis-Verwaltung oder auch bei einem Bauunternehmer, der sein Knochenbrecher-Schild partout immer wieder auf den Radweg stellt.  Wer sich  einmischt, tritt manchmal eine Lawine los, wie ein Beispiel aus Henstedt-Ulzburg zeigt. Dort sieht man plötzlich den Radverkehr mit anderen Augen. Das ist dann der Lohn für hartnäckiges Nachbohren.

Der Einstieg in die Lobby-Arbeit ist oft ganz simpel. Nachdem ich mich mehrere Jahre darüber ärgerte, dass ich in einem Park mit dem Rad immer über einen Kantstein hüpfen musste, wurde es mir zu  bunt. Beim ersten Anlauf tat sich nichts. Aber einige Monate später, nach erneutem Anruf, wurde der Kantstein tatsächlich abgesenkt. Seitdem fahre ich über diese Stelle  immer mit einem Hochgefühl.

Ihr macht Euch nicht nur unbeliebt, sondern der Rat des ADFC-Lobbyisten ist gefragt, zumal den Gemeinden oft Personal fehlt, das sich im Radverkehr auskennt. Viele haben nicht einmal Wegewarte, die Rad fahren. Schluckt also Euren nächsten Ärger nicht einfach runter, sondern werdet aktiv. Zeit investiert ihr so viel ihr wollt oder Lust habt.

Der ADFC in Bremen hat als Rüstzeug viele Gesetzesänderungen erreicht. Rückenwind geben besonders  die Fahrrad-Novelle von 1995 sowie die  neue STVO ab 1. 9. 09, die den Radverkehr weiter stärkt.

Siehe: (STVO Novelle 2009 Änderungen)  

Der ADFC Schleswig-Holstein vergibt noch einen weiteren Traumjob, nämlich den 1. Vorsitzenden, der von seinen inzwischen über 4000 Mitgliedern geschätzt und verehrt  wird. Keiner macht dem Heiner aus Kellinghusen Ärger. Leider ist dieser Job nur einmal zu vergeben. Rad-Lobbyisten aber brauchen wir 100 und mehr im Land. Traumhaft wären auch ein Dutzend Lobbyisten von Kaltenkirchen bis Norderstedt und Quickborn bis zu den Kreisverwaltungen. Überall  sollten Radfahrer – wenn nötig – auf der Matte stehen. Wir  sagen  Euch, an wen man sich wenden kann. Ruft mich gerne an. Beispiele, die Mut machen  auf unserer Homepage „Was haben wir in Norderstedt erreicht?“

Rolf Jungbluth Tel. 040 525 47 64