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Ochsenzoll-Kreisel: E-Mail an die Norderstedter Polizei
Hallo Herr Hädicke-Schories,

entgegen der ausdrücklichen Zusage der AG Radverkehr und des Briefes von Herrn Bosse sind Fahrradwege auf dem Kreisel nicht gebaut worden.
Die vorhandenen benutzungspflichtigen Radwege enden jeweils an den Zebrastreifen, die keine Radfurten haben und der Radfahrer kann verkehrsrechtlich als Fußgänger nur schiebend den Kreisel benutzen.
Daraus ergibt sich für die Polizei verkehrsrechtlich folgende Konsequenz:
Auf allen 4 zuführenden Straßen und auch im Tunnel - weil der Radfahrer sonst nicht nach Norden kommt - ist das Radfahren im Bereich Ochsenzoll auf der Fahrbahn erlaubt, weil keine Radverkehrsanlagen vorhanden sind.
Wenn ein Radweg endet, darf der Radfahrer laut StVO  bereits vorher den Radweg verlassen, wo dies ohne Gefahr möglich ist, z. B. an abgesenkten Kantsteinen.  
Ich bin alle Strecken auf den Fahrbahnen  abgefahren Die Benutzungspflicht endet:
Von Osten:


Fahrbahnfahrt ab Kreuzung Schmuggelstieg bis zum Kreisel oder ab Absenkung, dort wo die Abbiegespur beginnt.

Ab Kreisel bis Fußgänger-Ampel Segeberger Ch. da Abbieger aus dem Norden auch diese Strecke benutzen müssen.
Von Westen:

Ab Fußgänger-Ampel bis Kreuzung Schmuggelstieg.

Hinzu kommt, dass der Radfahrer berechtigt ist, rechts in die SH-Straße einzubiegen, genau wie ein Kfz, da er vom Kreisel auf der Fahrbahn den Zwei-Richtungs-Radweg (Westseite) nicht erreichen kann.
In der SH-Straße entfällt die Benutzungspflicht bis zum Ende der Leitplanke, da er wegen der Leitplanke den Radweg auch dort nicht erreichen kann.
Von Norden:

Fahrbahn ab Beginn der Leitplanke, da am Ende der Leitplanke ein Übergang auf die Straße im Bereich der Abbiegespur zu gefährlich ist.
Allerdings müsste hier die Linie in eine durchbrochene geändert werden.
Oder Querung noch 30 m früher.
Nach Westen:

Fahrbahn bis Kreuzung Schmuggelstieg.
Fußgängertunnel:
Dieser ist verkehrsrechtlich kein Radweg. Er kann höchstens als freiwilliges Angebot betrachtet werden. Im übrigen ist dort das Radfahren verboten.
Das Bild zeigt deutlich: kein blaues Schild und auch kein "Radfahrer frei" ist vorhanden.

Die Polizei hat keine rechtliche Handhabe, das Fahrrad fahren bei dem jetzigen Bauzustand im genannten Bereich auf der Fahrbahn oder im Tunnel zu verbieten, weil dies ein Verkehrsverbot für Radfahrer bedeuten würde, was rechtlich auf Stadtstraßen nicht möglich ist.
Auch die SH-Straße ist rechtlich keine Kfz-Straße.
Das erzwungene Fahren auf der Fahrbahn halte ich persönlich für sehr gefährlich, zumal der Kreisel eine Verkehrsbelastung von 40.000 Kfz hat. Die Gefährlichkeit für Radfahrer wird noch dadurch erhöht, dass die Autofahrer die blauen Radfahrschilder sehen und deshalb nicht mit Radfahrern rechnen.
In jedem Falle halte ich eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h für erforderlich in den genannten Bereichen, so lange dort Radverkehr stattfindet.
Ich bitte Sie, dieses Problem in der AG Radverkehr zu erörtern und auch ihren Streifendienst über die Rechtslage zu informieren.
Im Lütjenmoor hielt mich mal ein Streifenwagen an und fragte, warum ich nicht auf dem Radweg fahre. (Tempo 30-Zone ohne benutzungspflichtigem Radweg) 

Für ein persönliches Gespräch über den Kreisel stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Jungbluth