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Historie des ADFC Norderstedt
Im Juli 1990 fand in
Norderstedt mit der Gründung des „IKffN“ eine Initialzündung
für umweltorientierte Verkehrspolitik statt:
Verkehrspolitische Experten aus VCD (Verkehrsclub
Deutschland), ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club –
damals gab es noch nicht die Ortsgruppe Norderstedt), aus der
SPD und Verbands-Ungebundene schlossen sich im IKffN zusammen.
Hinter diesem unaussprechlichen Kürzel verbirgt sich der
„Initiativkreis fahrradfreundliches Norderstedt“
der auch für das
Radtourenangebot in Norderstedt entscheidende Impulse
lieferte.
Zunächst wollte der IKffN Wissen und
Sachverstand zum Radverkehr wirksam bündeln, um für die
spezielle Situation in Norderstedt aktiv zu werden. Damals war
der VCD eine treibende Kraft. Der ADFC trat in Norderstedt
erst später aktiv ins Rampenlicht. Zunächst lag der
Schwerpunkt auf dem politischen Engagement. Der IKffN setzte
sich kritisch mit der Radverkehrsplanung auseinander und mit
der – mangelnden – Umsetzung von guten Vorschlägen, wie sie in
mehreren Radverkehrsgutachten (z.B. dem sehr ausführlichen von
1985) bereits lange vorlagen. 1991 veröffentlichte der IKffN
dazu seine ausführliche Bilanz
„Radverkehr
Norderstedt/Endbericht 1985 - 6 Jahre danach"
(maßgeblich
beteiligt war Dr. Livio Fornasiero). Im selben Jahr
produzierte der Initiativkreis den Videofilm
"Fahrradfreundliches Norderstedt", der Missstände aufzeigte
und gleichzeitig sehr sehenswert Lust aufs Radfahren machte
(der Fotojournalist Bernd Luther hinter der Kamera, seine
Tochter Nicola – damals noch im zarten Babyalter - als eine
der Hauptdarstellerinnen im Fahrradanhänger).
Damals
organisierte der IKffN auch die ersten Radtouren, allerdings
für Norderstedter Politiker und Verwaltungsleute, um ihnen
den schlechten Zustand der Norderstedter Radwege "am eigenen
Hintern" nachvollziehbar zu machen. 1992 fand der erste
Norderstedter Fahrradfrühling als Teil des
Schleswig-Holsteinischen Fahrradfrühlings statt. Und mit ihm
trat der ADFC erstmals offiziell in Norderstedt auf. Auf dem
Programm standen: Radwege-Informationsfahrt mit Politikern,
Diskussionsveranstaltung, Diavortrag und natürlich zum Schluss
eine Fahrrad-Demo. Damals war Jörn Schwalba sehr aktiv und
initiativ im ADFC. Im September 1992 startete mit einem
Radwandertag zum Gut Jersbek die erste ADFC-Tour mit
vornehmlich touristischem Anklang, zu der über hundert
Teilnehmer kamen. Diese Veranstaltung organisierten ADFC und
IKffN in Kooperation und mit finanzieller Unterstützung eines
großen Milchkonzerns.
Am 29.
November 1992 wurde dann anlässlich der ersten
in Norderstedt stattfindenden ADFC-Landeskonferenz vor dem
Rathaus feierlich die ADFC-Ortsgruppe Norderstedt ins Leben
gerufen.
1993 gab es dann mit dem 2. Norderstedter
Fahrradfrühling startend das erste "richtige", wenn auch
kleine Norderstedter ADFC-Radtourenprogramm mit
zweieinhalbstündigen Feierabendtouren in Richtung Duvenstedter
Brook und nach Hamburg. Flankierend zeigte Jürgen Reimer Dias
seiner ersten Radreisen (Norditalien und Holland) und die SPD
steuerte auch damals schon ihren Fahrrad-Flohmarkt bei. Auszug
aus einer Pressemitteilung vom 14.6.1993: "Den größten
Zuspruch unter den verschiedenen
Fahrradfrühling-Veranstaltungen fanden die Feierabendtouren -
insbesondere, wenn es per Velo 'auf grünen Wegen in die
Hamburger City' ging". Weitere ADFC-Radtouren führten
1993 zum Gut Jersbek und zum Baden im Itzstedter See.
Federführend war damals Jörn Schwalba. Mit dabei war unter
anderem und als eine der ersten Frauen im Norderstedter ADFC
Britta Gerlach.
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